Blick zurück: In dieser Video-Doku erinnert sich der Gründer des Grenzmuseums an die Zeit der Teilung und danach

Seine Geschichte ist untrennbar mit dem Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie verbunden: Willi Schütte hatte es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen von der innerdeutschen Teilung zu erzählen – mit besonderem Fokus auf das Doppeldorf. Er wuchs in Böckwitz auf, konnte aber wegen der Grenze viele Jahre nicht auf seinen Hof gelangen. Denn er lebte seit seiner Jugendzeit in den 1950er Jahren im niedersächsischen Suderwittingen.

Immer wieder kam er während dieser Zeit nach Zicherie, um von der West-Seite aus in Richtung DDR zu blicken – und musste mit ansehen, wie sich die Grenzanlagen zwischen Zicherie und Böckwitz immer weiter verstärkten.

Den Glauben an den Fall der Mauer hatte Willi Schütte, der im Jahr 2022 verstarb, aber nie aufgegeben. Er behielt Recht. Damit die Zeit der Teilung nicht in Vergessenheit gerät, gründete er auf dem elterlichen Hof in Böckwitz das heutige Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie.

Warum Willi Schütte den Hof in den 1950er Jahren verlassen hatte? Dazu mehr unter diesem Beitrag: So kam das Grenzmuseum auf den Schütte-Hof.

Außerdem kommt Willi Schütte in der unten verlinkten, 19-minütigen Video-Dokumentation „Erlebt an der Grenze“ von Manfred Seifert aus dem Jahr 2011 höchstpersönlich zu Wort. Als Zeitzeuge umreißt er dabei die Zeitspanne, als seine Familie in den Westen floh, bis zur den Anfängen des heutigen Grenzmuseums – inklusive einiger kurioser Anekdoten.

Die Video-Dokumentation ist auf dem YouTube-Kanal des Grenzmuseums Böckwitz-Zicherie zu finden.

tgr

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