Am längsten Tag des Jahres: Zum Lichtenstein-Denkmal wandern und dann den Grenzturm von innen erleben
Böckwitz. Grenzlehrpfad, Turmbesteigung und Lichtenstein-Denkmal: Am Sonntag, 21. Juni, können Interessierte bei einer geführten Wanderung mit dem Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie tief in die bewegte Lokal-Geschichte eintauchen – und so den längsten Tag des Jahres perfekt nutzen.
Start ist um 13 Uhr am Grenzmuseum in Böckwitz. Von dort aus geht es mit Tour-Guide Martina Neßwetter über die Europawiese, wo einst die deutsch-deutsche Grenze das Land und das Doppeldorf teilte, durch Zicherie und dann zum Lichtenstein-Denkmal an der Straße zwischen Kaiserwinkel und Zicherie. Diese Gedenkstätte erinnert an den Journalisten Kurt Lichtenstein, der dort im Oktober 1961 von DDR-Grenzsoldaten angeschossen wurde und als erstes Todesopfer an der innerdeutschen Grenze nach dem Mauerbau gilt.

Nicht weit davon entfernt befindet sich der Grenzlehrpfad, an dem verschiedene Ausbaustufen der Grenze besichtigt werden können. Auch der 2009 sanierte Beobachtungsturm befindet sich am Lehrpfad, an dem der frühere Bundes-Außenminister Hans-Dietrich Genscher einige Jahre nach der Wiedervereinigung einen Baum pflanzte. Die Teilnehmenden haben an diesem Tag die Möglichkeit,den Turm auch von innen zu besichtigen – das ist sonst nur nach Voranmeldung möglich.

Anschließend geht es wieder zurück zum Grenzmuseum, das an diesem Tag ebenfalls von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist. Der Rundkurs ist ungefähr 6,5 Kilometer lang. Empfohlen wird festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und ein eigenes Getränk für unterwegs.
Die Teilnahmegebühr beträgt 8 Euro. Mitglieder des Museumsvereins können kostenlos teilnehmen. Eine Anmeldung ist per E-Mail unter touren@grenz-museum.de möglich.
tgr
